Alb-Wissen

Geschichten, Wissen und Kurioses aus dem Schwabenländle.

Albivora kommt von der Schwäbischen Alb. Diese Seite sammelt kleine Geschichten, regionale Fragen und Wissenswertes, das neugierig macht und zeigt, wo Albivora entwickelt und fertigt.

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Fragen aus dem Schwabenländle.

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Natur Warum ist die Schwäbische Alb voller Fossilien? Vor Millionen Jahren lag hier ein warmes Meer. Deshalb findet man heute auf der Alb Ammoniten, Seeigel, Muscheln und andere Meeresfossilien. Weiterlesen

Wer heute über die Schwäbische Alb wandert, läuft vielerorts über den Boden eines uralten Meeres.

Vor rund 150 Millionen Jahren war die heutige Alb von einem warmen Jurameer bedeckt. Dort lebten Ammoniten, Muscheln, Seeigel, Schwämme und viele weitere Meeresbewohner.

Nach ihrem Tod sanken ihre Überreste auf den Meeresboden und wurden nach und nach von Kalkschlamm bedeckt. Über sehr lange Zeit entstanden daraus die typischen Kalksteinschichten der Schwäbischen Alb. Darin blieben viele Tiere als Fossilien erhalten.

Besonders bekannt sind die spiralförmigen Ammoniten. Sie erinnern an Schnecken, gehörten aber zu den Kopffüßern und waren mit heutigen Tintenfischen verwandt. Auch versteinerte Seeigel, Muscheln und Schwämme werden auf der Alb immer wieder gefunden.

Die Fossilien zeigen, dass die Landschaft früher völlig anders aussah. Wo heute Wacholderheiden, Wälder und Felsen liegen, schwammen einst Meerestiere.

Die Schwäbische Alb ist damit nicht nur eine Landschaft aus Felsen und Höhlen, sondern auch ein riesiges Geschichtsbuch aus Stein.

Geschichte Warum gibt es eigentlich kein Bundesland Schwaben Napoleon, Württemberg, Baden, Bayern - und warum Schwaben trotzdem weiterlebt. Weiterlesen

"Mir send Schwoba!" - diesen Satz hört man auf der Schwäbischen Alb fast täglich. Doch hast du dich schon einmal gefragt, warum es heute ein Bundesland Bayern und ein Bundesland Sachsen gibt, aber kein Bundesland Schwaben

Die Antwort führt uns über 200 Jahre zurück - zu einem Mann, der Europa gehörig auf den Kopf stellte: Napoleon Bonaparte.

Damals war Deutschland ein Flickenteppich

Vor rund 220 Jahren sah Deutschland völlig anders aus als heute. Statt 16 Bundesländern gab es mehrere hundert Herzogtümer, Grafschaften, Reichsstädte und kirchliche Fürstentümer. Das Gebiet der Schwaben gehörte größtenteils zum alten Herzogtum Schwaben, das zwar schon im Mittelalter zerfallen war, dessen Name und kulturelle Identität aber weiterlebten.

Dann kam Napoleon

Nach seinen Siegen über Österreich und andere europäische Mächte ordnete Napoleon den deutschen Südwesten komplett neu. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 begann eine gewaltige Gebietsreform. Klöster wurden aufgelöst, freie Reichsstädte verloren ihre Selbstständigkeit und viele kleine Herrschaften verschwanden von der Landkarte.

1806 - Das Ende des Heiligen Römischen Reiches

Im Jahr 1806 löste Napoleon das über tausend Jahre bestehende Heilige Römische Reich Deutscher Nation praktisch auf und gründete den Rheinbund. Gleichzeitig wurden Bayern und Württemberg zu Königreichen erhoben und Baden zum Großherzogtum vergrößert. Als Belohnung für ihre Unterstützung erhielten diese Staaten große Teile des schwäbischen Raumes.

Und was passierte mit Schwaben

Ganz einfach gesagt: Schwaben wurde aufgeteilt.

  • Ein großer Teil kam zu Württemberg.
  • Andere Gebiete fielen an Baden.
  • Der heutige Regierungsbezirk Schwaben gehört seit Anfang des 19. Jahrhunderts zu Bayern.

Ein eigenständiges Land Schwaben entstand dadurch nie.

Trotzdem lebt Schwaben weiter

Auch wenn es kein Bundesland gibt, ist Schwaben bis heute lebendig.

Man erkennt Schwaben nicht an einer Landesgrenze, sondern an:

  • der schwäbischen Sprache,
  • der berühmten Tüftlermentalität,
  • den traditionellen Gerichten wie Maultaschen und Spätzle,
  • und natürlich an der wunderschönen Schwäbischen Alb.

Vielleicht ist genau das das Besondere: Schwaben existiert nicht auf der Landkarte - sondern in den Köpfen und Herzen seiner Menschen.

Wusstest du schon
Viele Besucher der Schwäbischen Alb sind überrascht, wenn sie erfahren, dass der bayerische Regierungsbezirk Schwaben genauso schwäbisch ist wie große Teile Baden-Württembergs. Die politische Grenze verläuft also anders als die kulturelle.

Albivora-Tipp:
Albivora entwickelt und fertigt seine Produkte mitten auf der Schwäbischen Alb. Deshalb findest du bei uns nicht nur moderne Technik, sondern künftig auch viele spannende Geschichten, Kuriositäten und Wissenswertes aus unserer Heimat.

Kurioses Warum fließt die Donau auf der Schwäbischen Alb manchmal einfach weg Zwischen Immendingen und Fridingen verschwindet Donauwasser im Kalkstein - und taucht am Aachtopf wieder auf. Weiterlesen

Stell dir vor, du stehst an einem Fluss. Plötzlich ist das Wasser weg. Klingt wie Zauberei Passiert auf der Schwäbischen Alb wirklich.

Die Donau gehört zu den größten Flüssen Europas. Doch zwischen Immendingen und Fridingen passiert etwas, das weltweit ziemlich besonders ist.

An manchen Tagen verschwindet ein großer Teil des Wassers einfach im Boden.

Der Grund liegt tief unter unseren Füßen. Die Schwäbische Alb besteht überwiegend aus Kalkstein. Über Millionen Jahre hat das Wasser unzählige Höhlen, Spalten und unterirdische Gänge geschaffen.

Das Donauwasser sucht sich seinen Weg durch diese Felsspalten und verschwindet buchstäblich unter der Erde.

Doch keine Sorge - das Wasser ist nicht weg. Nach rund 12 Kilometern taucht es an einer der größten Quellen Deutschlands wieder auf: dem Aachtopf bei Aach. Dort sprudeln im Durchschnitt rund 8.000 Liter Wasser pro Sekunde aus dem Boden. Wissenschaftler konnten diesen Weg mit eingefärbtem Wasser nachweisen.

Das Verrückte daran: Eigentlich fließt die Donau Richtung Schwarzes Meer. Das Wasser, das im Boden verschwindet, landet jedoch über die Aach, den Bodensee und den Rhein schließlich in der Nordsee.

Man könnte also sagen: Die Donau klaut sich selbst Wasser und schickt es heimlich zum Rhein.

Wusstest du schon
In besonders trockenen Sommern kann der Fluss an einzelnen Stellen fast vollständig versickern. Dann fließt oberirdisch kaum noch Wasser weiter Richtung Schwarzes Meer.

Albivora-Tipp:
Die Schwäbische Alb steckt voller Überraschungen - genau deshalb lieben wir unsere Heimat. Zwischen Höhlen, Burgen und uralten Geschichten entstehen auch unsere Produkte: präzise gefertigt, direkt von der Alb.

Geschichte Die ältesten Künstler der Welt kamen von der Schwäbischen Alb Mammutelfenbein, Höhlenkunst und die ältesten bekannten Musikinstrumente der Welt. Weiterlesen

Wer hat eigentlich die erste Kunst der Menschheit geschaffen Überraschung: Ein Teil davon entstand auf der Schwäbischen Alb.

Vor rund 40.000 bis 43.000 Jahren lebten auf der Schwäbischen Alb bereits moderne Menschen. In den Höhlen des Ach- und Lonetals schnitzten sie Figuren aus Mammutelfenbein und bauten Musikinstrumente aus Knochen.

Zu den berühmtesten Funden gehören der Löwenmensch, die Venus vom Hohle Fels und mehrere Flöten, die heute als die ältesten bekannten Musikinstrumente der Welt gelten.

Im Jahr 2017 erklärte die UNESCO die Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb zum Weltkulturerbe.

Das bedeutet: Während anderswo noch Mammuts durch Europa liefen, wurde auf der Schwäbischen Alb bereits Kunst geschaffen und Musik gespielt.

Gar nicht schlecht für ein Fleckchen Erde, das manche heute nur vom Vorbeifahren kennen.

Natur Warum ist der Blautopf eigentlich so blau Keine Zauberei, sondern Physik - und darunter eines der großen Höhlensysteme der Schwäbischen Alb. Weiterlesen

Da wohnt doch bestimmt ein Drache drin - oder wenigstens eine Meerjungfrau

Ganz ehrlich: Früher glaubten das tatsächlich viele Menschen.

Der Blautopf in Blaubeuren gehört zu den bekanntesten Naturwundern Deutschlands. Seine intensive blaue Farbe entsteht jedoch nicht durch Zauberei, sondern durch Physik.

Das besonders reine Wasser verschluckt die roten Lichtanteile und reflektiert hauptsächlich das blaue Licht. Je nach Wetter sieht der Blautopf deshalb mal türkis, mal tiefblau aus.

Unter dem Blautopf verbirgt sich außerdem eines der großen Höhlensysteme der Schwäbischen Alb. Bis heute wurden bereits über 18 Kilometer Höhlengänge erforscht - und Höhlentaucher entdecken immer wieder neue Bereiche.

Kein Wunder also, dass sich um diesen Ort unzählige Sagen ranken.

Handwerk Warum stehen auf der Schwäbischen Alb so viele Burgen Handelswege, Kalkfelsen und Orte, an denen vor fast tausend Jahren Wache gehalten wurde. Weiterlesen

Früher gab es hier scheinbar mehr Burgen als Kreisverkehre.

Tatsächlich zählt die Schwäbische Alb zu den burgenreichsten Regionen Deutschlands.

Vor rund 800 bis 1000 Jahren verliefen hier wichtige Handelswege. Wer eine Burg auf einem Felsen baute, konnte Straßen überwachen, Zölle verlangen und sein Gebiet schützen.

Die steilen Kalkfelsen der Alb waren dafür ideal.

Heute sind viele Burgen nur noch Ruinen, andere - wie Burg Hohenzollern oder Schloss Lichtenstein - gehören zu den bekanntesten Ausflugszielen Deutschlands.

Wenn man heute über die Alb wandert und auf einem Felsen plötzlich eine Burgruine entdeckt, steht man oft an einem Ort, an dem schon vor fast tausend Jahren Ritter Wache hielten.

Und genau diese Mischung aus Geschichte, Natur und Handwerk macht die Schwäbische Alb bis heute so besonders.

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Wusstest du das schon

Jede Woche erscheint eine neue Geschichte aus dem Schwabenländle. So wächst hier nach und nach eine Sammlung aus Geschichte, Natur, Kuriosem und Handwerk von der Schwäbischen Alb.

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